Alle Beiträge

Für den Körper – den Geist und die Seele


Einfache Kraftübungen 

Lüften Sie zuerst den Raum
Seien Sie sich während Sie lüften bewusst, dass nun die alte und verbrauchte Luft hinaus-strömt und der neuen und frischen Platz macht. Diese füllt nun nach und nach ihr Zimmer.

Übung 1: Im Stehen oder im Sitzen
Atmen Sie während Sie lüften ein paar Malkräftig ein und aus: Stellen Sie sich vor wie auch bei Ihnen die alte verbrauchte Luft hinausgeht und die frische Luft nun ihre Lungen füllt.


Was es bewirkt:
Frische Luft strömt in unsere Lungen. Die Lungen verteilen dann die frische Luft im ganzen Körper. Wenn Sie sich beim tiefen Durchatmen achten, spüren Sie vielleicht sogar ein feines Kribbeln bis in Ihre Fingerspitzen hinein. Alleine der Gedanke, dass Sie nun gute und frische Luft einatmen bewirkt viel. Im Alltag sind wir uns das nicht so bewusst, aber das was wir denken ist ganz wichtig.

Wenn es die Temperatur erlaubt, machen Sie die folgenden Übungen vor dem geöffneten Fenster und wenn es kühl ist schliessen Sie es nun wieder.

Stark sein wie ein Baum
Auch bei dieser Übung ist die Vorstellungskraft ganz wichtig. Die Übung ist zwar einfach, aber lassen Sie sich von ihrer Wirkkraft überraschen.

Übung 2:
Sie stehen ungefähr Schulterbreit ganz entspannt da, wenn Sie sitzen, stehen beide Füsse gut am Boden auch etwa schulterbreit nebeneinander.
Führen Sie nun beide Armen mit den Handflächen dem Boden zugewandt vor ihrem Körper hinauf bis ungefähr in Höhe Brust. Während dieser Bewegung atmen Sie langsam ein. Dann lassen Sie die Arme wieder ganz langsam vor ihrem Körper sinken, während Sie langsam ausatmen, bis sie wieder ganz entspannt nach unten hängen. Gönnen Sie sich nun einen winzigen Augenblick Pause, bevor Sie diese Übung beim nächsten Atemzug wiederholen.
Der Atemrhythmus soll dabei ganz normal sein. Sie brauchen nicht besonders tief ein und aus zu atmen.

Varianten zu der Übung:

Wenn Sie dieses bewusste Ein – und Ausatmen einige Male gemacht haben, achten Sie sich das nächste Mal auf die Bewegungen des Brustkorbes während Sie ein – und ausatmen. Er hebt sich und sinkt dann wieder. Obwohl er das tagein tagaus tut, sind wir es uns oft nicht bewusst. Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, ich liebe diesen Rhythmus und ich muss immer wieder staunen über das Wunderwerk Mensch. 

Während sie nun immer noch in ihrem Atemrhythmus langsam und ruhig ein und ausatmen, stellen Sie sich nun vor sie seien ein Baum.
Vielleicht kennen Sie einen Baum, den Sie besonders gut mögen. Wo steht er?
Am Bach? Auf einem Berg? Am See? Vor Ihrem Haus? Nehmen Sie diesen Baum als inneres Bild.
Während Sie nun so dastehen und immer noch nur einfach atmen, stellen Sie sich vor wie lange dieser Baum schon da steht, wie er seit Jahren  den Stürmen trotzt, wie er Jahreszeiten durchlebt. Stellen Sie sich vor, wie er Schutz bietet für die Vögel oder den Menschen die sich bei Regen und Sturm unter ihn stellen. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde und sind mit dieser bodenständigen Kraft verbunden. Stellen Sie sich vor, wie die Zweige oder Äste weit in den Himmel reichen. Er steht einfach da.
Kraftvoll – auch wenn Stürme die er in seinem Leben erlebt hat schon manche Äst abgebrochen haben.
Stehen Sie da wie dieser Baum. Stellen Sie sich vor, dass Sie jedes Mal, wenn Sie die Arme heben Kraft aus der Erde schöpfen, die sich dann beim Senken der Arme in ihrem Körper verteilt.

Sie zweifeln?

Auch wenn der Verstand es nicht für möglich halten soll, geben Sie sich und dieser einfachen Übung eine Chance. Seien Sie neugierig wie ein kleiner Junge oder ein kleines Mädchen.
Vielleicht werden Sie erstaunt feststellen, wie gross die Wirkung sein kann von so einem einfachen Geschehen, wie dem alltäglichen atmen.
Einfach nur deswegen, weil man sich einmal die Zeit nimmt, es bewusst und achtsam zu tun.

Falls Sie sich nun ein wenig besser fühlen, machen Sie es sich bewusst, dass Sie diese Übung jederzeit wiederholen können. Der Baum wird sie erwarten. Lassen Sie sich überraschen, die Übung wird jedes Mal kraftvoller werden.

Abschluss
Haben Sie das Fenster geschlossen, öffnen Sie es nochmals kurz.
Dehnen Sie sich nun genussvoll in alle Richtungen. Machen Sie es aber diesmal ganz anders als sonst. Ächzen und stöhnen Sie dabei wie eine alte Eiche. Gähnen Sie und halten Sie sich um Himmels Willen nicht anständig wie es sich gehören würde, die Hand vor den Mund. Gähnen laut und genussvoll. Gähnen entspannt unglaublich und falls Sie zu zweit sind steckt es ihr Gegenüber garantiert an. Dehnen Sie sich nur so fest, dass es sich wunderbar anfühlt. Machen Sie keine Turnübung daraus.
Übrigens: Auch diese Übung kann man gut im Sitzen machen. Das empfiehlt sich besonders bei Menschen mit zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck. 

Und nun viel Spass und guten Erfolg!


Quellen: 

Text Gisela Bolliger,eidg. dipl. Komplementärtherapeutin HF, Erwachsenenbilderin im Gesundheitwesen

Bilder Claudia Sollberger, März 2020





Letzte Beiträge

Alle Beiträge

Werden Sie Teil des Erzählbistros

Ich habe keine E-Mail Adresse

Wenn Sie die Einladungen zu den verschiedenen Veranstaltungen des Erzählbistros und ausgewählte Beiträge zum Thema erhalten möchten, melden Sie sich für unseren Newsletter an.


Ihre Daten werden ausschliesslich für den Versand der Einladungen sowie für Beiträge zum Thema verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Der Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden (weitere Informationen zum Datenschutz).